Die Auswertung verschiedener Ernährungsstudien in Frankreich und Deutschland (z.B. die Deutsche Nationale Verzehrsstudie II) hat deutlich gezeigt, dass innerhalb der großen europäischen Länder regionale Unterschiede sowohl in den Essgewohnheiten als auch in der Häufigkeit ernährungsmitbedingter Erkrankungen zu finden sind.
Ziel des Moduls `Monitoring´ ist es daher, durch die regional fokussierte Auswertung von Daten der zweiten Nationalen Verzehrsstudie in Deutschland sowie bereits durchgeführter Verzehrsstudien in Frankreich, den Lebensmittelverzehr und die Nährstoffversorgung von Bewohnern der Oberrhein Region zu ermitteln. Zudem werden bei dieser Auswertung anthropometrische Daten sowie Informationen zum allgemeinen Gesundheitszustand berücksichtigt. Weiterhin wird der regionale Lebensmittelverzehr mit dem des Bundesdurchschnitts verglichen und unter dem Gesichtspunkt seines präventiven Potentials bzgl. chronischer Erkrankungen bewertet. Diese Ergebnisse werden der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht und bilden darüber hinaus eine wichtige Grundlage für die Module "Bioanalytik", "Bioformulierung" und "Biofunktionalität". Weiterhin dienen solche Informationen einer verbesserten Vermarktung regionaler Produkte. Diese Arbeiten werden unter der Leitung von Dr. Cornelie Pfau und Dr. Carolin Krems vom Institut für Ernährungsverhalten am Max Rubner Institut in Karlsruhe, Deutschland in Zusammenarbeit mit Prof. Christine Brombach, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften-ZHAW, Zürich, Schweiz durchgeführt. Die nachhaltige Entwicklung eines Ernährungsmonitorings soll das Ernährungsverhalten in der Oberrhein Region erfassen und dieses mit relevanten chronischen Erkrankungen (z.B. Adipositas, Dickdarmkrebs) in Beziehung setzen.